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des Matthias-Claudius- Sozialwerkes Bochum.

Vor Gott schuldig geworden

“Alle Menschen sind vor Gott
schuldig geworden und dem Tod preisgegeben. Durch
das stellvertretende Handeln Jesu Christi ist der Mensch
vor Gott gerechtfertigt. Unter dieser Voraussetzung hat er
Teil an einem neuen Leben.”

Im zweiten Artikel bekennt sich die christliche
Gemeinde zu Jesus Christus, in dem Gott die Welt mit
sich versöhnt, die Sünde vergeben und den Tod
besiegt hat. Deshalb soll jeder Mensch mit dieser
Botschaft vertraut gemacht und aufgerufen werden,
sich mit Gott versöhnen zu lassen. Erst im Lichte des
Evangeliums erkennen wir realistisch, was es heißt,
ohne Gott und ohne Hoffnung in der Welt zu leben.
Pädagogisch bedeutet das, den Einfluß und die
Anfechtung des Bösen, der Mächte, die unser Leben
und die Gemeinschaft zerstören, nicht zu
unterschätzen, aber ebenso damit zu rechnen, daß
Gott jeden Menschen zur Gemeinschaft mit ihm
beruft und diese immer wieder erneuert. Jungen
Menschen kommt dieser Realismus entgegen: Sie
brauchen nicht zu verdrängen, was sie belastet und
ängstigt. Sie können erfahren, wie die Bereitschaft zu
Versöhnung und Vergebung den Teufelskreis von
Aggression, Vergeltung und Feindschaft aufbricht.
Auch angesichts deprimierender Erfahrungen in der
Gruppe und mit sich selbst werden sie ermutigt, mit
Gottes Beistand zu rechnen. Lehrerinnen und Lehrer
der Schule versuchen, ihre eigenen Erfahrungen mit
dem Evangelium in ihrem Lebens- und Erziehungsstil
anschaulich werden zu lassen. In besonderen
Angeboten wie Gottesdienst, Andacht, Gebet,
Zuspruch, Seelsorge, Gespräch über biblische Texte
kommt zum Ausdruck, daß alle, die an dieser Schule
leben und arbeiten, auf die Hilfe Gottes und des
Mitmenschen angewiesen bleiben.