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des Matthias-Claudius- Sozialwerkes Bochum.

Schwerpunkte im Erziehungs- und Bildungsauftrag

Unsere Schule strebt eine ganzheitliche Bildung und Erziehung an. Auf der Grundlage der Gesamtschulrichtlinien, die u.a. die Gleichwertigkeit der Abschlüsse mit denen öffentlicher Schulen garantieren, entwickelt die Schule ihr eigenes Profil. Gleichrangig neben der Wissensvermittlung und Einübung von Fähigkeiten und Fertigkeiten steht die Hilfe zur Lebensorientierung. Durch Einbeziehen von Kopf, Herz und Hand soll die ganze Persönlichkeit des Kindes im Schulalltag gefördert werden. Dazu dienen z.B. auch die vielfältigen Angebote der Arbeitsgemeinschaften im Nachmittagsbereich. Nach unseren Vorstellungen lebt und entdeckt der/die Lehrer/in mit den Kindern gemeinsam.

Unsere Schule will bei den Kindern die Freude an der eigenen Leistung wecken. Dabei ist die Annahme und Wertschätzung des Kindes nicht in den meßbaren schulischen Leistungen begründet, sondern in seinem von Gott vor aller Leistung zugesprochenen Wert. Durch die Maßnahmen der Differenzierung und Individualisierung (z.B. bei der Wochenplanarbeit, die in einigen Fächern in der Sekundarstufe I fortgesetzt wird) soll jedes Kind nach seinen Möglichkeiten gefördert werden. Es ist die Aufgabe von Lehrer/innen und Eltern, das spezifische Lernvermögen und Lerntempo des Kindes miteinander herauszufinden. Dieser Prozeß braucht seine Zeit. Bei der individuellen Förderung jedes Kindes muß die Gesamtheit der Klasse im Blick bleiben. Nicht nur das Ergebnis, sondern auch der persönliche Lernzuwachs des einzelnen Schülers wird berücksichtigt. Er kann dem Kind Erfolgserlebnisse bieten, die es motivieren, weiter zu lernen. So kann auch das behinderte Kind genügend Hilfestellung erfahren. Hinzu kommt, daß es von einem/r Sonderschullehrer/in mit unterrichtet wird, so daß der Unterricht weitgehend von zwei Lehrer/innen vorbereitet und durchgeführt wird. Dieses Zwei-Lehrer/innen-Prinzip kommt allen Schülern zugute, da Stufen- und Sonderschullehrer/innen für die gesamte Klasse verantwortlich sind. Für bestimmte pflegerische Maßnahmen (z.B. Toilettengänge) kann die Einstellung eines Zivildienstleistenden erforderlich sein. Die erforderlichen Schritte müssen zwischen den betroffenen Eltern und dem Schulträger abgesprochen werden.

Wir wollen, daß Ihr Kind gerne zur Schule geht. Damit der Lebensraum unserer weiterführenden Schule gleichermaßen als ein Ort der Geborgenheit wie der Herausforderung erfahren wird, muß miteinander eine gute Lernatmosphäre geschaffen werden. Hier sind alle Beteiligten gleichermaßen gefordert. Das bedeutet für die Kinder, Rücksicht zu nehmen, zum Teilen und zur gegenseitigen Hilfe bereit zu sein. Der respektvolle Umgang untereinander wie das Zuhören können gehören ebenfalls hinzu. In dieser Atmosphäre kann sich eine Klassengemeinschaft entwickeln, in der Schüler/innen positive Lernerfahrungen machen können. Schwierigkeiten und Konflikte werden nicht ausbleiben. Wichtig ist, daß Lehrer/innen und Schüler/innen immer wieder Raum haben, sich neu zu finden. Die Eltern unterstützen diesen Prozeß auch dadurch, daß sie auftretende Schwierigkeiten nicht in die Öffentlichkeit tragen, sondern mit der Klassenleitung und Klassenpflegschaft besprechen. Wir wollen eine Schule aufbauen, die von Lehrer/innen, Eltern in Zusammenarbeit mit dem Schulträger gestaltet und verwaltet wird. Die Schule wünscht nicht nur die Mitwirkung der Eltern, sondern sieht sie bei der Gestaltung von Unterricht und Schulleben als erforderlich an. Da Schule und Familie sich wechselseitig beeinflussen, ist dieses Miteinander für ein Gelingen im Erziehungsprozeß sehr wertvoll. Das angestrebte Ziel ist, daß auch in der Schule Eltern und Lehrer/innen das Wohl aller Kinder gemeinsam suchen. Dieses Ziel kann in vielen, manchmal unscheinbar kleinen Schritten erreicht werden. Die Mitwirkung findet zunächst in den nach der Schulmitwirkungsordnung festgesetzten Gremien und im Verwaltungsrat statt. In einer Schüler-Lehrer-Eltern-Schule ist die Teilnahme an Elternabenden der Klasse sowie Sommerfest und Basar, bei der Gestaltung des Klassenraumes und der Unterstützung von Unterrichtsprojekten selbstverständlich. Um einen attraktiven Nachmittagsbereich, dazu gehört auch ein gutes Mittagsangebot, anbieten zu können, ist die Schule auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen. Die Teilnahme der Eltern am Schulleben und Unterricht bedeutet nicht nur Arbeit und Aufwendung von Zeit. Die gemeinsamen Unternehmungen bieten auch die Möglichkeit, andere Eltern und Kinder kennenzulernen und wertvolle Beziehungen zu knüpfen. Die gemeinsame Wahrnehmung der Aufgaben stärkt natürlich die Gemeinschaft, fördert das soziale Handeln und hat einen positiven Einfluß auf das Lernen der Kinder.

Eine gute Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule ist Grundvoraussetzung unserer Arbeit

Daher bitten wir Sie um Unterstützung der Arbeit unserer Lehrer/innen, vor allem in ihrem erzieherischen Bemühungen. Bedenken Sie bitte, daß zu einer guten Lern- und Arbeitsatmosphäre neben Spontaneität und Kreativität auch Konzentration und Arbeitsruhe gehören. Diese Lernatmosphäre können die Lehrer/innen nicht allein schaffen. Sie muß von den Eltern zu Hause mit vorbereitet werden. Für eine gute Zusammenarbeit bilden Vertrauen, Offenheit und regelmäßige Kontakte die Grundlage. So wünschen und streben wir eine offene Gesprächsatmosphäre an, geprägt von gegenseitgem Vertrauen zwischen Eltern und Lehrer/innen. Wir gehen davon aus, daß wir dasselbe Interesse haben: eine gute Förderung des Kindes und Hilfe bei seiner Persönlichkeitsentfaltung. Unterschiedliche Sichtweisen wird es immer wieder geben - gerade im Bereich Schule und Erziehung. In einer lebendigen Schulgemeinschaft werden Eltern und Lehrer/innen sich bemühen, hier einander mit Rat und Tat zu helfen. Auch die Verantwortlichen des Schulträgers werden nach besten Kräften die Arbeit der Schule unterstützen.

In der Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit Trägerverein Matthias-Claudius-Schulen Bochum e.V.
Volkhard Trust, Ulrich Becker